Camping

Wieso machen wir wieder Camping. Früher, als die Kinder klein waren, sind wir einmal im Jahr zum Campen gefahren. Jedes Jahr einmal und meistens an die Ostsee. Einen Ostsee-Platz zu ergattern und nicht ins FDGB Heim zu müssen, war für uns in Stück Freiheit. Wir mussten einen Antrag stellen und bekamen dann einen Platz zugeteilt, oder auch nicht. Da wir eine kleine Gruppe waren, hatten wir meistens Glück,  nach welchen Kriterien auch immer ausgewählt wurde, wir haben uns riesig gefreut, wenn eine Zusage kam.

Dann kam die Wende, wir zogen aufs Land und Camping war abgemeldet.

Vor vier Jahren haben wir Camping wieder für uns neu entdeckt.

Eigentlich wollte ich es nie wieder,  es gab mittlerweile schöne Hotels und mit Garten am Grundstück muss man ja nicht weg fahren.

Auch wenn es damals so viel Freiheit bedeutet hat. Jahre später sind wir aber genau dort wieder gelandet.

Zufällig???, Nein, nicht zufällig.

Alles im Leben hat wohl einen Grund. Der Grund wieder damit anzufangen, war im Nachhinein kein wirklich Schöner.

Ein Weg, der uns Hoffnung gemacht hat, den wir aber leider  verloren haben, jedenfalls eine Teil davon.

Der Teil davon war mein Seelenhund  Emmet. Und ich weiß bis heute nicht warum. Jedenfalls nicht ganz genau.

Emmet wurde krank. Er war gerade mal 6 Jahre alt. Eigentlich ein stattlicher ,,junger Mann”   wenn man das bei einem Hund so sagen kann. Plötzlich, aus dem Nichts diese Auffälligkeiten!!!???

Er rannte los …..und  fiel einfach über sich, im galopp. Ja, sah schon  komisch aus und wir fanden es fast lustig, weil er wohl eben eine Katze jagen wollte. Gut, für Katzenliebhaber sicher gerade nicht lustig, aber er hat nie eine erwischt.  Katzen sind einfach schneller auf dem Baum und ein erzogener Hund lässt sich dann auch abrufen. Und wir hatten ja auch selber Katzen zu Hause.

Zurück zum Thema. Er fiel immer öfter über sich oder viel  einfach um. Kontrolle beim  Tierarzt zeigte sehr abnorme Blutwerte. Sein Zustand verschlechterte sich und wir mussten in die Tierklinik. Man fand nicht wirklich heraus, was er hatte. Mal ging es , dann wieder nicht, es war ein ständiges auf und ab. Als in der Klinik nach vier Monaten immer noch kein Befund zu erwarten war, haben wir uns entschieden, die Behandlung dort abzubrechen und uns der Natur anzuvertrauen. Wir gingen zu einer Heilpraktikerin. Sein Zustand verbesserte sich und er wurde nicht mehr gequält, wie zuletzt in der Tierklinik.

Zu diesem Zeitpunk wollte es wohl das Schicksal, dass wir über ein Wohnmobil gestolpert sind, das wohl die Lösung sein sollte, mit einem kranken Hund Urlaub zu machen.

Aber das werden wohl  zwei Geschichten. Im Moment würden sie  das Hauptthema überfordern.

Aber genau aus diesen Gründen haben wir ein Wohnmobil.